EFRE Projekte
EFRE-Programm 2021-2027
EFRE4004 SoLoMon2
Implementierung und Konsolidierung von zentralisierten Monitoringsystemen von Großrutschungen und Steinschlagarealen auf dem Territorium des Landes
Komplexe Massenbewegungen wie tiefgründige Großrutschungen und ausgedehnte Steinschlagareale können mit den derzeitigen technischen Mitteln nicht oder nur unzureichend verbaut werden. Es können lediglich punktuelle, räumlich begrenzte Verbauungen installiert werden, welche nur einen begrenzten nachhaltigen Nutzen erzielen. Bereits das im Jahr 2022 abgeschlossene EFRE Projekt FESR4008 SoLoMon hat bewiesen, dass in solchen Situationen ein Langzeitmonitoring und eine entsprechende Frühwarnung der Bevölkerung die einzige Chance sind. Nur so kann eine Schadensbegrenzung und die notwendige Risikominimierung für die Bevölkerung garantiert werden.
Projektziele: Die Ziele dieses Projekts sind die Einführung, die Vertiefung sowie die Erweiterung von zentralen und halbautomatischen Monitoringsystemen. Das vorhandene webfähige, zentralisierte Softwaresystem soll weitergeführt und ausgebaut werden. Die rasche Benachrichtigung und Alarmierung der zuständigen Institutionen müssen gewährleistet sein, um in Notsituationen eine schnelle Beurteilung der Gefahren sowie des Schadenspotentials zu ermöglichen.
EFRE4011 LaimBL4
Minimierung der Steinschlaggefahr am südlichen Felswandbereich im Areal des land- und forstwirtschaftlichen Versuchszentrums Laimburg - Baulos 4
Die im Projekt vorgesehenen Maßnahmen dienen der Verbesserung des Steinschlagschutzes des Versuchszentrum Laimburg (Gemeinde Pfatten). Der Stein- und Blockschlag kommt von den direkt oberhalb der Hauptgebäude, mehr oder weniger senkrechten, sogenannten „Pfattner Wänden“. Sie bestehen aus plattigem und zerklüftetem Porphyr (geologisch als Gries Formation bezeichnet). Die strategisch wichtigen Gebäude und Infrastrukturen des Versuchszentrums (Felsenkeller- bzw. Hauptgebäude – Mensa) direkt am Fuße der Felswand müssen entsprechend durch umfangreiche Maßnahmen geschützt werden. Dazu werden auf der gesamten Felswand (50 – 80 m hoch) umfangreiche, aktive Steinschlagsicherungen realisiert.
Projektziel: Ziel der vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen ist es, die instabilen Felsbereiche zu sichern. Die bestehenden Netze und Schutzwerke bleiben erhalten. Wo erforderlich, werden diese ausgebessert, ergänzt und Verstärkungen vorgenommen.
Durch die Realisierung des vorliegenden Projekts wird die Rückstufung des gültigen Gefahrenzonenplans der Gemeinde Pfatten ermöglicht und somit die Möglichkeit zur Entwicklung der Zone geschaffen. Dies alles ohne Verbauung neuer unberührter Flächen und mit Einsparung von ökologisch wichtigen Ressourcen.
EFRE-Programm 2014-2020
EFRE4033 SRS Rungg 1 & EFRE4047 SRS Rungg 2
Schutzbauten zur Reduzierung der Steinschlaggefahr in der Ortschaft Rungg (Gemeinde Tramin)
Die in den Projekten vorgesehenen Maßnahmen dienen der Verbesserung des Schutzes der Siedlung in Rungg (Gemeinde Tramin) vor Steinschlagphänomenen stammend von den sogenannten „Grauner Wänden“ bestehend aus Gesteinen der Contrin Formation. Bergseitig der Ortschaft Rungg sind 4 Steinschlagschutzdämmen geplant, welche zusammen eine Länge von 582 lfm sowie Höhen zwischen 3,5 - 4 m erreichen werden, sowie ein 80 lfm langer Steinschlagschutzdamm. Der Bau der Schutzdämme wird in „Bewehrter-Erde-Technik“ erfolgen. Zudem werden spezielle Recyclingmaterial-Mischungen als Füllmaterial verwendet. Durch die Verwendung von Recyclingmaterial-Mischungen werden kostbare begrenzt vorhandene natürliche Ressourcen (Naturmaterialien) eingespart und durch im Überfluss vorhandene Materialien (RC-Material) ersetzt.

Ziel dieser Maßnahmen ist die Minderung der Gefahr durch Steinschlag für die Ortschaft Rungg und somit die Rückstufung des gültigen Gefahrenzonenplans der Gemeinde Tramin. Dadurch wird für die Ortschaft die Möglichkeit der Entwicklung für Siedlungs-, Produktions- und Tourismuszonen geschaffen. Die Projekte SRS Rungg 1 & 2 werden im Rahmen des EFRE Programms 2014-2020 vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol ausgeführt.
EFRE4006 InReDam
Entwicklung und Erstellung von innovativen Steinschlagschutzdämmen basierend auf Recyclingmaterial
In keiner Region des Alpenraums schützen so viele Steinschlagschutzdämme in verschiedener Ausführung die Straßen wie in Südtirol. Korrekt dimensionierte Schutzdämme haben eine hohe Energieaufnahmekapazität. Werden sie entsprechend angelegt, fügt sich der Damm harmonisch in die Landschaft ein. Die Instandhaltung ist einfach, kostengünstig und beschränkt sich zumeist auf die simple Beräumung des Sturzmaterials nach einem Steinschlagereignis. Das EFRE Projekt InReDam hat sich zum Ziel gemacht, die Nachhaltigkeit der Dämme zu erhöhen und zugleich die Baukosten deutlich zu verringern. Nachdem Recyclingmaterial im Überfluss vorhanden ist, wurde eine Recycling-Mischung als Füllmaterial für die Dämme entwickelt und eingebaut. Insgesamt wurden mit dem Projekt InReDam 400 Laufmeter Steinschlagschutzdämme entwickelt und erstellt.

Das Projekt InReDam wurde im Rahmen des EFRE Programms 2014-2020 vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol ausgeführt.
EFRE4008 SoLoMon
Langzeitmonitoring von großflächigen Rutschungen mittels integrativer Sensor- und Netzwerksysteme
Großflächige und zum Teil auch tiefgründige Rutschungen und komplexe Massenbewegungen können mit den derzeitigen technischen Mitteln nicht oder nur unzureichend verbaut werden. Häufig müssen sich die Verbauungen auf punktuelle Lösungen oder auf kurzfristige, absolut nicht nachhaltige Sicherungen beschränken. In solchen Situationen sind ein Langzeitmonitoring und eine entsprechende Frühwarnung der Bevölkerung die einzige Chance, effizient und nachhaltig eine Schadensbegrenzung und die notwendige Sicherheit für die Bevölkerung zu garantieren. Das Ziel des Projektes SoLoMon war die Zusammenführung und Vereinheitlichung der unterschiedlichsten Monitoring-Systeme in einem klar strukturierten, modularen sowie bedienungsfreundlichen Computersystem, welches für alle Rutschungstypen und Situationen - Siedlungen, Einzelhöfe, flächige und lineare Infrastrukturen - geeignet ist. Darauf wurde ein ein webfähiges Softwaresystem aufgesetzt, um den zuständigen Institutionen eine zuverlässige, kontinuierliche und redundant gesicherte automatische Alarmierung über gängige Medien (Funk, Piepser, Smartphone, PC) zu garantieren.
In der Abbildung ist eine der neu errichteten Monitoring Stationen im hinteren Passeiertal ersichtlich.
Das Projekt SoLoMon wurde im Rahmen des EFRE Programms 2014-2020 vom Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol ausgeführt.
Letzte Aktualisierung: 17/04/2025